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Brandfallmatrix erstellen und prüfen lassen

Szenarien verstehen. Richtig handeln.

In Vorbereitung

Dokumentenbasierte Erstellung und Prüfung von Brandfallsteuermatrizen als nachvollziehbare Grundlage für das Zusammenwirken der Anlagen. Ablauf und Prüfmaßstab werden derzeit festgelegt.

Was eine Brandfallmatrix ist

In einem größeren Gebäude reagiert im Brandfall nicht eine Anlage, sondern ein Dutzend: Die Brandmeldeanlage löst aus, die Lüftung schaltet ab, Brandschutzklappen schließen, Rauchabzüge öffnen, Aufzüge fahren in die Bestimmungsebene, Türen entriegeln, die Sprachalarmierung beginnt. Die Brandfallmatrix – auch Brandfallsteuermatrix genannt – legt in einer einzigen Tabelle fest, welches Ereignis in welchem Bereich welche dieser Reaktionen auslöst.

Sie ist damit das Bindeglied zwischen dem Brandschutzkonzept, das Schutzziele beschreibt, und den Gewerken, die sie technisch umsetzen. Ohne sie plant jedes Gewerk für sich – und das Zusammenspiel zeigt sich erst bei der Abnahme.

Wann sie gebraucht wird

Überall dort, wo mehrere sicherheitstechnische Anlagen zusammenwirken müssen – in der Praxis also in nahezu jedem Sonderbau. Die Prüfverordnungen der Länder verlangen für solche Anlagen eine Wirk-Prinzip-Prüfung durch Prüfsachverständige; geprüft wird dabei gegen eine festgeschriebene Soll-Vorgabe. Diese Vorgabe ist die Brandfallmatrix. Fehlt sie oder ist sie lückenhaft, lässt sich das Zusammenwirken nicht prüfen, und die Inbetriebnahme verzögert sich. Als technische Regel für die Ansteuerung automatischer Brandschutzeinrichtungen wird üblicherweise die VDI 6010 herangezogen.

Was in der Matrix steht

Eine Achse führt die auslösenden Ereignisse, die andere die angesteuerten Einrichtungen. Im Schnittpunkt steht, was geschieht.

  • Auslöser: Meldergruppen und Meldebereiche, Handfeuermelder, Löschanlagen, Störungen
  • Angesteuerte Einrichtungen: Lüftung, Brandschutzklappen, Rauch- und Wärmeabzug, Aufzüge, Türen und Tore, Alarmierung, Abschaltungen
  • Reaktion je Schnittpunkt: ein, aus, auf, zu, mit oder ohne Verzögerung
  • Bezug zu Brandabschnitt, Geschoss und Nutzungseinheit
  • Quelle jeder Festlegung: Brandschutzkonzept, Auflage oder Fachplanung

Wie KIPEG arbeitet

Dokumentenbasiert. Grundlage sind das Brandschutzkonzept, die Baugenehmigung mit ihren Auflagen und die Unterlagen der beteiligten Gewerke. Aus ihnen wird die Matrix aufgebaut oder eine vorhandene geprüft: Ist jede Anforderung des Konzepts abgebildet, widersprechen sich Festlegungen, fehlt für einen Bereich die Reaktion eines Gewerks? Jede Zeile bleibt auf ihre Quelle zurückführbar – das macht die Matrix zu einer nachvollziehbaren Grundlage statt zu einer Behauptung.

Zwei Dinge gehören ausdrücklich nicht dazu: die Inbetriebnahme und die Wirk-Prinzip-Prüfung vor Ort sowie die Bestätigung, dass die ausgeführte Anlage der Matrix entspricht. Das ist Aufgabe der Errichter und der Prüfsachverständigen.

Preis

Preis auf Anfrage. Der Aufwand hängt vom Umfang des Vorhabens und vom Zustand der Unterlagen ab; wir nennen Ihnen den Preis, sobald wir beides kennen.

Kundenkreis: Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen, Behörden und öffentliche Stellen. Alle Preise netto zzgl. 19 % USt.

Stand

Ablauf und Prüfmaßstab werden derzeit festgelegt. Preis auf Anfrage.

Diese Leistung kann derzeit nicht beauftragt werden. Sobald Leistungsumfang und Ablauf festgelegt und geprüft sind, wird sie hier freigeschaltet. Wenn Sie Bedarf haben, sprechen Sie uns gern an — wir sagen Ihnen, wann wir soweit sind.

Kontakt aufnehmen

Was diese Leistung nicht umfasst

  • keine Inbetriebnahme und keine Wirkprinzipprüfung vor Ort
  • keine Bestätigung der Übereinstimmung mit der ausgeführten Anlage

Häufige Fragen

Wer erstellt die Brandfallmatrix?

Das ist nicht einheitlich geregelt und deshalb oft der Kern des Problems. In der Praxis entsteht sie beim Ersteller des Brandschutzkonzepts, beim Fachplaner der technischen Gebäudeausrüstung oder bei einem eigens beauftragten Dritten – immer in Abstimmung mit allen beteiligten Gewerken. Der Bauherr sollte die Zuständigkeit früh und ausdrücklich vergeben.

Was ist der Unterschied zwischen Brandfallmatrix und Brandfallsteuermatrix?

Keiner. Beide Begriffe bezeichnen dieselbe Unterlage; gebräuchlich ist auch schlicht Steuermatrix.

Was kostet eine Brandfallmatrix?

Preis auf Anfrage. Der Aufwand richtet sich nach der Anzahl der zusammenwirkenden Anlagen, der Bereiche und nach der Qualität der vorhandenen Unterlagen.

Muss die Brandfallmatrix im Betrieb gepflegt werden?

Ja. Jede Änderung an Nutzung, Brandabschnitten oder Anlagentechnik kann Zeilen der Matrix berühren. Für die wiederkehrenden Prüfungen muss sie den aktuellen Soll-Zustand wiedergeben; verantwortlich dafür ist der Betreiber.

Prüft KIPEG die Anlage auch vor Ort?

Nein. Wir erstellen und prüfen die Unterlage. Die Wirk-Prinzip-Prüfung am Objekt führen die dafür anerkannten Prüfsachverständigen durch.

Weitere Leistungen: alle fünf im Überblick. Wie ein Vorgang bei uns läuft, steht unter Arbeitsweise.

Brandfallmatrix erstellen und prüfen lassen — KIPEG